Herr Lindhorst versprach „keine irgendwelche Rodungen“. Es habe nur Bereinigungen von Betonflächen gegeben. Hier kann jeder die Stichhaltigkeit dieser Aussage selbst nachprüfen.

„Wir haben dort einige Flächen, die aber alle – und das kann sich jeder jederzeit anschauen – alle versiegelt waren. Es war ein Betonuntergrund und darauf sind einzelne Bäume durch die Fugen oder so gewachsen. Es handelte sich jetzt nicht um einen Wald. Und ich kann hier an dieser Stelle – das sage ich Ihnen fest zu, dass da keine irgendwelche Rodungen oder bösartigen Fällungen passieren. […] Es handelt sich wie gesagt – das kann sich jeder von euch ankucken – handelt es sich um versiegelte Flächen. Betonflächen. Punkt. Und dass da logischerweise kein Wald wachsen kann, müsste eigentlich … “ [Unterbrechung durch Zwischenruf]

Jürgen Lindhorst zur Frage nach illegalen Rodungen, Infoveranstaltung 23. Juni ’22, Hohenwutzen

Der zuständige Revierleiter des Landesbetriebes Forst Brandenburg stellte Anfang Dezember 2021 in der Gemarkung Hohensaaten fest, dass auf 12,7 Hektar „flächige Holznutzungen“ im Wald durchgeführt wurden. Weder eine Waldumwandlungsgenehmigung nach §8 Landeswaldgesetz noch eine Ausnahme vom Kahlschlagsverbot gemäß §10 Landeswaldgesetz seien vorhanden. Damit müsse davon ausgegangen werden, dass gegen das Landeswaldgesetz verstoßen und somit illegal Holz eingeschlagen wurde. Gegen Lindhorst wurde bereits eine Ordnungsverfügung erlassen, mit der ihm der Verkauf dieses Holzes untersagt wurde.

Zudem: Die Flächen kann sich nicht „jeder jederzeit anschauen“. Bekanntlich handelt es sich um ein Sperrgebiet und man müsste den Zutritt zunächst bei Lindhorst beantragen. Es soll aber erst ab September Termine für Gruppenführungen geben. Zum Glück gibt es Luftbilder, die für sich sprechen:

Luftaufnahme vor der Rodung (Kartendaten: Google, © 2022 Maxar Technologies)
Luftaufnahme nach der Rodung (Kartendaten: Google, © 2022 Maxar Technologies)

Faktencheck zur Infoveranstaltung der Lindhorst-Gruppe am 23. Juni ’22 in Hohenwutzen