Es klingt nach einem umweltfreundlichen, zukunftsweisenden Pionierprojekt. Doch bei genauerem Hinsehen trifft das Gegenteil zu.

„Das würde das erste grüne Rechenzentrum in Deutschland und damit auch richtungsweisend für die Region.“

Jürgen Lindhorst, Infoveranstaltung 23. Juni, Hohenwutzen

Lindhorst meint mit „grün“ offenbar, dass die Stromversorgung regenerativ ist. Es gibt jedoch schon zahlreiche deutsche Rechenzentren, die mit grünem Strom betrieben werden.1 Einige von ihnen sind nicht nur CO2-neutral, sondern CO2-negativ, d.h. sie sorgen dafür, dass zusätzlich CO2 gebunden wird, da auch die Herstellung der Gebäude und Rechner einen CO2-Austoß verursachen. Solch ernsthafte Nachhaltigkeitskriterien scheinen dem Investor Lindhorst fremd zu sein.

Es wäre also nicht das erste grüne Rechenzentrum Deutschlands. Aber es wäre das erste Rechenzentrum Deutschlands, für dessen Bau und Stromversorgung 250 Hektar Wald vernichtet wurden.


1 z.B. von diesen Betreibern: Ionos, Avalon, Space Net, Manitu, Pfalzkom, Green IT, BioHost, HostStar, Greensta, VegaSystems, Strato, Raidboxes, Windcloud


Faktencheck zur Infoveranstaltung der Lindhorst-Gruppe am 23. Juni ’22 in Hohenwutzen